Wie funktioniert die Behandlung?
Damit Sie Ihren Angehörigen bestmöglich unterstützen können, hilft es zu verstehen, wie die professionelle Begleitung aufgebaut ist. Die Behandlung von Essstörungen stützt sich auf mehrere Säulen, die zusammenwirken.[1][2]
Als Diätologin gehöre ich zu den gehobenen medizinisch-therapeutisch-diagnostischen Gesundheitsberufen (MTDG). In der Behandlung von Essstörungen arbeite ich eng mit Psychotherapeut:innen und Ärzt:innen zusammen.[4][5]
Die drei Säulen der Behandlung:
- Psychotherapie: Arbeitet an den tieferliegenden Ursachen — Traumata, Kontrollthemen, Selbstwert, Beziehungsmuster, etc.
- Ärztliche Betreuung: Überwacht die körperliche Gesundheit, erstellt die Diagnose und koordiniert die Gesamtbehandlung
- Ernährungstherapie: Hilft konkret, wieder eine regelmäßige und bedarfsdeckende Ernährung aufzubauen — oft in engem Austausch mit dem restlichen Behandlungsteam
Was Sie als Angehörige wissen sollten:
- Ernährungstherapie ergänzt die Psychotherapie — sie ersetzt sie nicht
- Die Behandlung dauert in der Regel länger — Geduld ist wichtig
- Rückschritte gehören zum Genesungsprozess und sind kein Versagen